„Festung Europa“ – Abschottung und Ausbeutung mit Corinna Milborn und Elias Bierdel

Wann? Mo, 12.10. 19:00
Wo? Hörsaal M13a, Akademie der bildenden Künste, Schillerplatz 3, 1010 Wien
Barrierefrei? Es gibt einen Rollstuhlgerechten Eingang in der Mokartgasse2. Die Tür zu den Innenhöfen wird via Gegensprechanlage/Kamera durch den Portier geöffnet. Gleich nach der Tür gibt es rechts eine Tür, nach der eine mit Metall fixierte, aber nicht äußerst flache Holzrampe über fünf Stiegen führt. Drinnen den Gang entlang, immer weiter zum Lift in den ersten Stock. Dort wirds Schilder geben. Rollstuhlgerechte Toiletten gibt’s im Souterrain und Erdgeschoß.
Der Raum ist Rauchfrei.

An den Grenzen (EU-)Europas zeigen sich die mörderischen Konsequenzen der europäischen Einwanderungspolitik in aller Deutlichkeit. Allein im Mittelmeer ertranken in den letzten Jahren zigtausende Menschen. Was in Europa gerne als „Tragödie“ bezeichnet wird, ist Folge einer bewussten Abschottungspolitik, deren vielleicht absurdester Auswuchs die strafrechtliche Verfolgung jener ist, die Migrant_innen/Flüchtlinge aus Seenot retten. Einer der Betroffenen ist Elias Bierdel, dessen „Cap Anamour“ 2004 37 Menschen rettete. Am 7. Oktober will die italienische Justiz das Urteil gegen Bierdel und den Kapitän Stephan Schmidt verkünden. Die Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Haft und eine Strafe von jeweils 400.000 Euro für die beiden Angeklagten. Informationsveranstaltung zum europäischen Grenzregime mit Elias Bierdel und der Journalistin und Autorin Corinna Milborn („Gestürmte Festung Europa“, Styria 2006).

„Abschiebepraxis in Österreich“ mit der Deserteurs- und Flüchtlingsberatung

Wann? Di, 13.10. 19:30
Wo? Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
Barrierefrei? Beim Eingang gibt es eine Stufe, drinnen ist alles ebenerdig. Zur (sehr engen) Toilette sind es allerdings einige Stufen. Das nächste Rollstuhlgerechte Klo ist vermutlich im Museumsquartier.
Das depot ist ein rauchfreier Raum.

Schubhaft ist die einzige Haft ohne Strafe. Sie trifft nie Österreicher_innen, sondern nur „Fremde“. Was sich wirklich hinter den verschlossenen Türen der Schubhaft abspielt, ist den meisten unbekannt, denn der Zugang zu Informationen sowie auch der Zutritt zu den Polizeianhaltezentren sind eingeschränkt. Warum riskieren immer wieder Schubhäftlinge ihr Leben durch Verweigerung der Nahrungsaufnahme? Wusstet ihr, dass Schubhäftlinge für jeden Tag ihrer Freiheitsberaubung bezahlen müssen? Wie lange kann jemand eigentlich für seinen illegalen Aufenthalt eingesperrt werden? Wie sieht der Alltag in der Schubhaft aus und wie geht eigentlich eine Abschiebung vor sich?
Diese und andere Fragen werden wir in unserem Vortrag genauer beleuchten und einen Einblick in die Alltagsrealität vieler „Fremden“ zwischen Asylverfahren und Illegalität geben.

Mobilisierungsveranstaltung – Filme gucken, Ideen sammeln, Diskutieren

Wann? Do, 15.10. 20:00- realistischer Begin 20:30
Wo? Medienwerkstatt 2. Stock, EKH, Wielandgasse 2-4, 1100 Wien
Barrierefrei? Die Veranstaltung findet im zweiten Stock statt-es gibt keinen Lift. Der Weg dorthin wird ausgeschildert sein.
Im ekh wird meist geraucht.

Das wöchentliche PolitDiskuBeisl widmet sich dem anstehenden Flughafen-Aktionstag und zeigt Filme über den Widerstand gegen Abschiebungen in anderen Ländern. Anschliessend soll Raum für Diskussionen und Planen von Aktionen sein. Im PolitDiskuBeisl gibts auch was zu essen.

Die Grenzschutzagentur Frontex – Infoveranstaltung mit Bernd Kasparek von der Karawane München

Wann? Fr, 16.10. 19:00
Wo? Hörsaal 2, Erdgeschoß im NIG, Universitätsstraße 7, 1010 Wien
Barrierefrei? Der Raum ist für Rollstuhlfahrer_innen zugänglich. Klo’s gibts auch.
Der Raum ist Rauchfrei.

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex existiert seit 2005 und ist seitdem bemüht, die praktische Seite der Schaffung einer europäisierten EU-Außengrenze voranzutreiben. In dem Vortrag soll auf den Aufbau und die Wirkung der Agentur, die von ihr verfolgte Politik sowie ihre Einbettung in den Versuch, eine europäische Migrationspolitik zu kreiren, eingegangen werden. Außerdem wird die neue Broschüre „Frontex – Widersprüche im erweiterten Grenzraum“ vorgestellt.

Aktionsplanungs-Treffen + Kino im Rahmen vom i:dA Sonntagskino

Wann? So, 18.10. 17:00 + 20:00
Wo? i:dA, Zwölfergasse 9, 1150 Wien
Barrierefrei? Die (Keller-)Räumlichkeiten sind leider nur über mehrere Stiegen erreichbar. Die I:dA liegt gleich hinter dem Westbahnhof und ist durch viele Sticker leicht erkennbar.
In der i:dA wird meist geraucht.

Der Aktionstag am 23.10. soll von verschiedenen kleinen Aktionen im und rund um den Flughafen leben – also denkt euch was aus!
Einige Aktionsideen, bei denen mensch zum Teil auch ganz einfach mitmachen kann, gibt‘s schon. Ob bloß Verwirrung stiften, „falsche“ Fragen stellen, Flugblätter verteilen, lautstarkes diskutieren, als Flughafenpersonal oder Tourist_innen verkleiden, Transparente spazieren tragen oder Empörung zeigen – möglich ist viel!

Ein Nachmittag zum Austausch, für Vernetzung, zum Ideen sammeln, basteln, Transparente malen, Aktionen vorbereiten…

Film:

Marko und Atanas machen sich mit unbegründetem Optimismus und lockeren Sprüchen in Wien auf die Suche nach der Frau mit dem richtigen Pass: Atanas will heiraten – pro forma, um in den Besitz eines EU-Passes zu kommen …
Regie: Atanas Georgiev. A/HR/MK 2009. Mit Serbo-Kroatischer, Mazedonischer, Deutscher, Englischer und Französischer Sprache – mit deutschen Untertiteln.

Filme und Aktionsplanung im Rahmen des que[e]r

Wann? Mi, 21.10. 20:00
Wo? w23, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien
Barrierefrei? Die W23 liegt unter der Brücke zwischen Tiefem Graben und Wipplingerstraße und ist leider nur über mehrere Treppen erreichbar. Drinnen gibt es keine Stufen, die Klos sind recht eng.
Einige der Filme sind auf English – Flüsterübersetzungen organisieren wir gerne vor Ort.
In der W23 wird meist geraucht.

Am Freitag dem 23.10. findet rund um den Flughafen Wien Schwechat ein Aktionstag gegen Abschiebung statt. Zwei Tage vorher wollen wir nocheinmal erzählen was geplant ist, Videos über Proteste in anderen Ländern anschauen und vor allem auch Raum bieten zum Aktionen planen. Wir hoffen dass es bis dahin schon spannende Pläne und Ideen für Aktionen in Kleingruppen gibt, uns vielleicht noch mehr ausdenken, und es auch erleichtern sich spontan noch mit anderen zusammen zu tun.

Bildet Banden!

Im Rahmen des wöchentlichen que[e]r