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Themen-Abend Calais

Am Donnerstag den 1.10. findet recht kurzfristig geplant im Kaleidoskop ein ThemenAbend zu Calais statt.
Im Rahmen des KostNixKino gibt es um 19h30 Diskuission, Berichte und Kurzfilme zum der Situation vor Ort und aktuellen Entwicklungen.

Wo? Kaleidoskop, Schönbrunnerstraße 91, 1050 Wien
Wann? Do, 1.10.09. offen 19h, Diskussion & Kurzfilme 19h30,
Anschließend Barbetrieb und Filme mit Themenschwerpunkt Migration und Festung Europa.

Wenn Leute am NoBoarder Camp in Calais waren, und Inputs haben – bringt euch bitte ein,
die Diskussion/Filme/Inputs werden wahrscheinlich größtenteils auf Englisch sein, wär super wenn sich Leute für Flüsterübersetzung finden.

- mehr Infos -

Calais? Was denn das?
Calais ist eine französische Kleinstadt an der Küste zum Ärmelkanal. In und um Calais warten mindesten 2.000 Migrant_innen aus verschiedensten Ländern darauf, den Kanal nach England überqueren zu können. Die Kontrollenwurde zudem in den letzten Monaten massiv verschärft. Am 22.09. wurde der größte dortige „Jungel“ gewaltsam mittels Polizei geräumt und zahlreiche Menschen in Haft genommen. Außerdem haben Großbritannien und Frankreich vereinbart, ein Abschiebelager in Calais zu errichten und zusätzliche finanzielle Mittel zur Grenzsicherung bereitzustellen. Vor diesem Hintergrund fand von 23. bis 29. Juni 2009 ein No Border Camp in Calais statt, zu dem im Verlauf der Woche bis zu 1.000 Aktivist_innen aus verschiedenen Ländern Europas anreisten. Momentan ist die Lage vor Ort weiter prekär und Solidarität und Informations-weitergabe wichtig!

Aktuelle Situation & Infos
[d] http://no-racism.net/article/3099/
[d] http://no-racism.net/upload/496410291.pdf
[en] http://www.indymedia.org.uk/en/topics/migration/
[en] http://calaismigrantsolidarity.wordpress.com/
[fr] http://lille.indymedia.org/

Diverse Blog& Nachrichtenbeiträge in deutsch
http://www.twitter-trends.de/trend/calais.html
http://news.google.com/news?q=calais&um … =de&tab=wn

Wo auch immer diese Entwicklung hinführen wird, ist es wichtig, nicht aufzugeben. Die Aktivist_innen in Calais rufen drigend dazu auf, sie zu unterstützen. Sie ersuchen alle, denen es möglich ist, in die französische Hafenstadt zu kommen und sich an der Überwachung der Polizei zu beteiligen und Migrant_innen aktiv zu unterstützen. Interessierte können Leute vor Ort kontaktieren über:
Telefon: 00 33 6 34 81 07 10
e-mail: [ mailto:calaisolidarity@gmail.com ]calaisolidarity (at) gmail.com

Drigend benötigt werden außerdem Spenden, da zahlreiche Unterkünfte und Zelte zerstört wurden. Es gibt keine Unterstützung von offizieller Seite – von dort droht bestenfalls die Verhaftung. Spenden – auch kleine Beträge sind willkommen – können auf folgendes Konto überwiesen werden:
Account Holder : ASS ALDIR
IBAN : FR76 1350 7001 4747 0335 7190 547
BIC : CCBPFRPPLIL
Bank: Banque Populaire du Nord

Azadi, Azadi! – Freiheit, Freiheit! – Aufruf zur Kundgebung vor der griechischen Botschaft

Lesvos ist eine der ersten Stationen für nach Europa Einwandernde. Zur abschreckenden Wirkung werden die Reisenden, die auf der griechischen Insel ankommen, im Internierungslager Pagani unter kathastrophalen Bedingungen oft monatelang festgehalten. In dem ehemaligen Lagerhaus in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt Mytilini werden aktuell rund 600 Flüchtlinge, Asylsuchende, MigrantInnen gefangen gehalten.

Unter gröbster Missachtung der Menschenrechte und Menschenwürde werden sie ohne ausreichende Schlafplätze und Sanitäranlagen, unter Missachtung jeglichen Rechtes auf Intim- und Privatsphäre eingesperrt. Weder medizinische noch rechtliche Beratung kommen ihnen zuteil. Gegen diese Bedingungen revoltierten die Inhaftierten in den letzten Wochen mehrmals, sie fordern die sofortige Ausfertigung eines Dokuments, mit dem sie das Gefängnis verlassen und weiter reisen können. Sollten ihre Bedingungen nicht erfüllt werden, drohen sie mit weiteren Aufständen, die auch weiterhin international beobachtet werden.

Während des Nobordercamps auf Lesvos diesen Sommer entstand erstmals eine breitere Öffentlichkeit für die Schließung von Pagani. Die Möglichkeit, dass dies jetzt passiert ist gegeben, dazu muss aber der Druck aufrechterhalten werden, damit kein weiteres geschlossenes Lager, bei dem lediglich die sanitären und räumlichen Bedingungen verbessert werden, entsteht.

Schubhaft abschaffen!
Abschiebung abschaffen!
Bleibe- und Bewegungsfreiheit für alle!
Jetzt sofort!

Weitere Informationen
https://at.indymedia.org
http://no-racism.net
http://noborderlesvos09.gr
http://lesvos09.antira.info
http://noborder09lesvos.blogspot.com
http://www.aha-bueren.de

Übersetzungen – Translations

Wir suchen Übersetzer_innen!
Übersetzungen von Aufruf/Veranstaltungsankündigungen auf spanisch, türkisch, russisch und arabisch sind in Arbeit. Falls du noch Texte in andere Sprachen (zum Beispiel Farsi, BosnischSerbischKroatisch oder Französisch) übersetzen möchtest, oder bei Infoveranstaltungen übersetzen könntest wär das super :) Falls du oder Freund_innen von dir, für Infoveranstaltungen gerne eine Übersetzung hätten, würden wir gerne versuchen das zu organisieren. Schreibt uns einfach ne mail an noborder (a)lnxnt.org

Call for Action

People are deported against their will from the airport Vienna Schwechat almost daily. The right of every person to live where she_he wants is being violated systematically.

The racist logic that privileges certain people holding certain passports while criminalising others is systematic. Often people who endure serious danger, physical exertion and financial exploitation to escape from war, poverty, hunger,… or just want to live somewhere else, are illegalised and exploited without having any access to legal advice, healthcare, education, etc.. Often they wait for years for a residence permit under the most precarious circumstances, just to be arrested, put into detention and later be deported. Many resist deportation – some to the point of death. According to the Austrian Ministery of the Interior e.g., one third of the people in deportation jails are on hunger strike at the moment.

On the 14th of September this year, Ganganpreet Singh died after four weeks of being on hunger strike – but he is no isolated case. Semira Adamu, Osamuyia Aikpitanhi, Marcus Omofuma… are just a few of the people, who had to pay with their lives for resisting. The countless people who, already on their way to Europe, choked in overcrowded transporters oder drowned trying to cross the sea, appear, if at all, only in the side notes of the newspapers.

Resistance already starts outside of detention, at Europe’s external borders. Here, everyday people fight with their bodies and by simply being there against the global racism of capitalist nation states, trying to cross these borders. In solidarity with all those fighting directly against the border regime daily, it is necessary to fight for an immediate abolishment of the racist measures of detention and deportation. With a colourful, loud and determined action day at one of the central
spots of Austria’s deportation system, a clear signal shall be sent!

Think up actions.
Be creative.
Form affinity groups.
Dress like tourists.

Abolish detention!
Abolish deportation!
Freedom of Residence and Movement for everybody!
Immediately!

Day of action on Friday, the 23rd of October, 13:00 around the Schwechat airport.

Aufruf

Vom Flughafen Wien-Schwechat werden fast täglich Menschen gegen ihren Willen abgeschoben. Das Recht jeder einzelnen Person, dort zu leben wo sie_er mag, wird systematisch mit Füßen getreten.

Die rassistische Logik, dass Menschen mit bestimmten Pässen an bestimmten Orten privilegiert und andere Menschen kriminalisiert werden, hat System. Menschen, die oft größte Gefahren, körperliche Strapazen und finanzielle Ausbeutung in Kauf nehmen um vor Krieg, Armut, Hunger… zu flüchten, oder die einfach nur woanders leben wollen, werden als Illegalisierte ohne Zugang zu rechtlichem Schutz, Gesundheitsversorgung, Bildung etc. ausgebeutet. Oft warten sie jahrelang unter prekärsten Bedingungen auf eine Aufenthaltsgenehmigung um dann verhaftet, in Schubhaft genommen und abgeschoben zu werden. Viele wehren sich gegen die Abschiebung – manche bis zum Tod. So befinden sich z.B. laut österreichischem Innenministerium im Moment ein Drittel der in Schubhaft Gefangenen in Hungerstreik.

Erst am 14. September 2009 starb Ganganpreet Singh nach vier Wochen Hungerstreik – aber er ist kein Einzelfall. Semira Adamu, Osamuyia Aikpitanhi, Marcus Omofuma… sind nur einige der Menschen, die ihren Widerstand mit dem Leben bezahlen mussten. Die unzähligen Menschen, die bereits auf dem Weg nach Europa zusammengepfercht in Transportern erstickt oder beim Überqueren des Meeres ertrunken sind, tauchen, wenn überhaupt, dann nur als Randnotiz in den Tageszeitungen auf.

Widerstand beginnt nicht erst in der Schubhaft, sondern bereits an den Außengrenzen Europas. Hier kämpfen tagtäglich Menschen mit ihren Körpern, mit ihrem Dasein gegen den globalen Rassismus von kapitalistischen Nationalstaaten an und versuchen diese Grenzen zu überwinden. In Solidarität mit allen täglich unmittelbar gegen das Grenzregime kämpfenden ist für die sofortige Abschaffung der Schubhaft und Abschiebung, als eine der rassistischen Maßnahmen, zu kämpfen. Mit einem bunten, lauten und entschlossenen Aktionstag an einer der zentralen Stellen des österreichischen Abschiebesystems soll ein klares Zeichen gesetzt werden.

Überlegt euch Aktionen.
Seid kreativ.
Bildet Bezugsgruppen und Banden.
Kommt in touristischem Outfit.

Schubhaft abschaffen!
Abschiebung abschaffen!
Bleibe- und Bewegungsfreiheit für alle!
Jetzt sofort!

Aktionstag am Fr. 23. Oktober 2009, 13 Uhr in und um das Flughafengelände Schwechat.

Veranstaltungen

Wir haben jetzt die Informations- und Mobilisierungs-Veranstaltungen geplant. Mehr Infos zum jeweiligen Termin gibt es nach einem Klick auf den Link.

Offene Treffen von NoBorderVienna

Jeden zweiten Dienstag finden um 19:30 die offenen Treffen von noborder vienna in der RosaLilaVilla, Linke Wienzeile 102, 1060 Wien, in den Räumen der Schwulenberatung (1.Stock) statt.

Die nächsten Termine:
17.11
1.12
15.12.

Bisher sind wir eine lose mehrheits-österreichisch dominierte Gruppe. Uns ist bewusst, dass dies Einfluss auf unsere Arbeit hat, und wir wollen explizit auch people of colour, Schwarze Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund herzlich dazu einladen, bei Treffen vorbeizuschauen.
Wir fänden es gut, wenn Sprache kein Hinderungsgrund wäre bei der Gruppe mitzumachen und möchten gerne gemeinsam Möglichkeiten finden, Sprachbarrieren entgegenzuwirken.
Momentan treffen wir uns in einem Raum, der nur über Treppen zugänglich ist und keine Rollstuhlgerechte Toilette hat. Falls das ein Hindernis für dich darstellt, meld dich bitte. Wir würden uns freuen wenn du mitmachen möchtest und könnten vermutlich auch einen anderen, barrierefreieren Raum finden. hinkommen! mitmachen! weitersagen!

Kontakt:noborder@lnxnt.org, gpg-key schicken wir dir gerne.
http://stopdeportation.blogsport.de

Einladung zum Treffen am Dienstag 4.8. in Wien

Vom Flughafen Wien-Schwechat aus starten regelmäßig Flüge, mit denen die österreichische Polizei und das Innenministerium Menschen gegen ihren Willen abschieben.
Um diese Praxis zu thematisieren, dagegen zu protestieren und die Idee von Staaten und Grenzen prinzipiell in Frage zu stellen, soll Ende Oktober 2009 rund um den Flughafen ein Aktionstag für Bewegungsfreiheit stattfinden.

Info-Veranstaltungen im Vorfeld, kreative Aktionen und Anlaufstellen vor Ort sind bisher vorhandene Ideen die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit wecken und zeigen sollen, dass es Widerstand gegen die „Festung Europa“ gibt. Außerdem haben wir Lust der AntiRa-Arbeit in Wien neue Impulse zu liefern.

Welche Dimension das Ganze haben wird hängt von eurer Beteiligung ab und wird bei einem Plenum am Dienstag, 4.8. um 19:30 Uhr in der Wipplingerstraße 23* (W23*) besprochen.

hinkommen! mitmachen! weitersagen!