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Indymedia Feature mit Indy:Papier

Indymedia Feature zum Aktionstag
das neue Indy:Papier zur Charterabschiebung am 6.10.09, dem Tod von Gaganpreet Singh in Wien’s Schubhaft und noch mehr Infos zu Schubhaft, Hungerstreik und Abschiebung zum runterladen, ausdrucken und verbreiten

Azadi, Azadi! – Freiheit, Freiheit! – Aufruf zur Kundgebung vor der griechischen Botschaft

Lesvos ist eine der ersten Stationen für nach Europa Einwandernde. Zur abschreckenden Wirkung werden die Reisenden, die auf der griechischen Insel ankommen, im Internierungslager Pagani unter kathastrophalen Bedingungen oft monatelang festgehalten. In dem ehemaligen Lagerhaus in unmittelbarer Nähe der Hauptstadt Mytilini werden aktuell rund 600 Flüchtlinge, Asylsuchende, MigrantInnen gefangen gehalten.

Unter gröbster Missachtung der Menschenrechte und Menschenwürde werden sie ohne ausreichende Schlafplätze und Sanitäranlagen, unter Missachtung jeglichen Rechtes auf Intim- und Privatsphäre eingesperrt. Weder medizinische noch rechtliche Beratung kommen ihnen zuteil. Gegen diese Bedingungen revoltierten die Inhaftierten in den letzten Wochen mehrmals, sie fordern die sofortige Ausfertigung eines Dokuments, mit dem sie das Gefängnis verlassen und weiter reisen können. Sollten ihre Bedingungen nicht erfüllt werden, drohen sie mit weiteren Aufständen, die auch weiterhin international beobachtet werden.

Während des Nobordercamps auf Lesvos diesen Sommer entstand erstmals eine breitere Öffentlichkeit für die Schließung von Pagani. Die Möglichkeit, dass dies jetzt passiert ist gegeben, dazu muss aber der Druck aufrechterhalten werden, damit kein weiteres geschlossenes Lager, bei dem lediglich die sanitären und räumlichen Bedingungen verbessert werden, entsteht.

Schubhaft abschaffen!
Abschiebung abschaffen!
Bleibe- und Bewegungsfreiheit für alle!
Jetzt sofort!

Weitere Informationen
https://at.indymedia.org
http://no-racism.net
http://noborderlesvos09.gr
http://lesvos09.antira.info
http://noborder09lesvos.blogspot.com
http://www.aha-bueren.de

Aufruf

Vom Flughafen Wien-Schwechat werden fast täglich Menschen gegen ihren Willen abgeschoben. Das Recht jeder einzelnen Person, dort zu leben wo sie_er mag, wird systematisch mit Füßen getreten.

Die rassistische Logik, dass Menschen mit bestimmten Pässen an bestimmten Orten privilegiert und andere Menschen kriminalisiert werden, hat System. Menschen, die oft größte Gefahren, körperliche Strapazen und finanzielle Ausbeutung in Kauf nehmen um vor Krieg, Armut, Hunger… zu flüchten, oder die einfach nur woanders leben wollen, werden als Illegalisierte ohne Zugang zu rechtlichem Schutz, Gesundheitsversorgung, Bildung etc. ausgebeutet. Oft warten sie jahrelang unter prekärsten Bedingungen auf eine Aufenthaltsgenehmigung um dann verhaftet, in Schubhaft genommen und abgeschoben zu werden. Viele wehren sich gegen die Abschiebung – manche bis zum Tod. So befinden sich z.B. laut österreichischem Innenministerium im Moment ein Drittel der in Schubhaft Gefangenen in Hungerstreik.

Erst am 14. September 2009 starb Ganganpreet Singh nach vier Wochen Hungerstreik – aber er ist kein Einzelfall. Semira Adamu, Osamuyia Aikpitanhi, Marcus Omofuma… sind nur einige der Menschen, die ihren Widerstand mit dem Leben bezahlen mussten. Die unzähligen Menschen, die bereits auf dem Weg nach Europa zusammengepfercht in Transportern erstickt oder beim Überqueren des Meeres ertrunken sind, tauchen, wenn überhaupt, dann nur als Randnotiz in den Tageszeitungen auf.

Widerstand beginnt nicht erst in der Schubhaft, sondern bereits an den Außengrenzen Europas. Hier kämpfen tagtäglich Menschen mit ihren Körpern, mit ihrem Dasein gegen den globalen Rassismus von kapitalistischen Nationalstaaten an und versuchen diese Grenzen zu überwinden. In Solidarität mit allen täglich unmittelbar gegen das Grenzregime kämpfenden ist für die sofortige Abschaffung der Schubhaft und Abschiebung, als eine der rassistischen Maßnahmen, zu kämpfen. Mit einem bunten, lauten und entschlossenen Aktionstag an einer der zentralen Stellen des österreichischen Abschiebesystems soll ein klares Zeichen gesetzt werden.

Überlegt euch Aktionen.
Seid kreativ.
Bildet Bezugsgruppen und Banden.
Kommt in touristischem Outfit.

Schubhaft abschaffen!
Abschiebung abschaffen!
Bleibe- und Bewegungsfreiheit für alle!
Jetzt sofort!

Aktionstag am Fr. 23. Oktober 2009, 13 Uhr in und um das Flughafengelände Schwechat.

Offene Treffen von NoBorderVienna

Jeden zweiten Dienstag finden um 19:30 die offenen Treffen von noborder vienna in der RosaLilaVilla, Linke Wienzeile 102, 1060 Wien, in den Räumen der Schwulenberatung (1.Stock) statt.

Die nächsten Termine:
17.11
1.12
15.12.

Bisher sind wir eine lose mehrheits-österreichisch dominierte Gruppe. Uns ist bewusst, dass dies Einfluss auf unsere Arbeit hat, und wir wollen explizit auch people of colour, Schwarze Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund herzlich dazu einladen, bei Treffen vorbeizuschauen.
Wir fänden es gut, wenn Sprache kein Hinderungsgrund wäre bei der Gruppe mitzumachen und möchten gerne gemeinsam Möglichkeiten finden, Sprachbarrieren entgegenzuwirken.
Momentan treffen wir uns in einem Raum, der nur über Treppen zugänglich ist und keine Rollstuhlgerechte Toilette hat. Falls das ein Hindernis für dich darstellt, meld dich bitte. Wir würden uns freuen wenn du mitmachen möchtest und könnten vermutlich auch einen anderen, barrierefreieren Raum finden. hinkommen! mitmachen! weitersagen!

Kontakt:noborder@lnxnt.org, gpg-key schicken wir dir gerne.
http://stopdeportation.blogsport.de

Einladung zum Treffen am Dienstag 4.8. in Wien

Vom Flughafen Wien-Schwechat aus starten regelmäßig Flüge, mit denen die österreichische Polizei und das Innenministerium Menschen gegen ihren Willen abschieben.
Um diese Praxis zu thematisieren, dagegen zu protestieren und die Idee von Staaten und Grenzen prinzipiell in Frage zu stellen, soll Ende Oktober 2009 rund um den Flughafen ein Aktionstag für Bewegungsfreiheit stattfinden.

Info-Veranstaltungen im Vorfeld, kreative Aktionen und Anlaufstellen vor Ort sind bisher vorhandene Ideen die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit wecken und zeigen sollen, dass es Widerstand gegen die „Festung Europa“ gibt. Außerdem haben wir Lust der AntiRa-Arbeit in Wien neue Impulse zu liefern.

Welche Dimension das Ganze haben wird hängt von eurer Beteiligung ab und wird bei einem Plenum am Dienstag, 4.8. um 19:30 Uhr in der Wipplingerstraße 23* (W23*) besprochen.

hinkommen! mitmachen! weitersagen!