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Call for Action

People are deported against their will from the airport Vienna Schwechat almost daily. The right of every person to live where she_he wants is being violated systematically.

The racist logic that privileges certain people holding certain passports while criminalising others is systematic. Often people who endure serious danger, physical exertion and financial exploitation to escape from war, poverty, hunger,… or just want to live somewhere else, are illegalised and exploited without having any access to legal advice, healthcare, education, etc.. Often they wait for years for a residence permit under the most precarious circumstances, just to be arrested, put into detention and later be deported. Many resist deportation – some to the point of death. According to the Austrian Ministery of the Interior e.g., one third of the people in deportation jails are on hunger strike at the moment.

On the 14th of September this year, Ganganpreet Singh died after four weeks of being on hunger strike – but he is no isolated case. Semira Adamu, Osamuyia Aikpitanhi, Marcus Omofuma… are just a few of the people, who had to pay with their lives for resisting. The countless people who, already on their way to Europe, choked in overcrowded transporters oder drowned trying to cross the sea, appear, if at all, only in the side notes of the newspapers.

Resistance already starts outside of detention, at Europe’s external borders. Here, everyday people fight with their bodies and by simply being there against the global racism of capitalist nation states, trying to cross these borders. In solidarity with all those fighting directly against the border regime daily, it is necessary to fight for an immediate abolishment of the racist measures of detention and deportation. With a colourful, loud and determined action day at one of the central
spots of Austria’s deportation system, a clear signal shall be sent!

Think up actions.
Be creative.
Form affinity groups.
Dress like tourists.

Abolish detention!
Abolish deportation!
Freedom of Residence and Movement for everybody!
Immediately!

Day of action on Friday, the 23rd of October, 13:00 around the Schwechat airport.

Aufruf

Vom Flughafen Wien-Schwechat werden fast täglich Menschen gegen ihren Willen abgeschoben. Das Recht jeder einzelnen Person, dort zu leben wo sie_er mag, wird systematisch mit Füßen getreten.

Die rassistische Logik, dass Menschen mit bestimmten Pässen an bestimmten Orten privilegiert und andere Menschen kriminalisiert werden, hat System. Menschen, die oft größte Gefahren, körperliche Strapazen und finanzielle Ausbeutung in Kauf nehmen um vor Krieg, Armut, Hunger… zu flüchten, oder die einfach nur woanders leben wollen, werden als Illegalisierte ohne Zugang zu rechtlichem Schutz, Gesundheitsversorgung, Bildung etc. ausgebeutet. Oft warten sie jahrelang unter prekärsten Bedingungen auf eine Aufenthaltsgenehmigung um dann verhaftet, in Schubhaft genommen und abgeschoben zu werden. Viele wehren sich gegen die Abschiebung – manche bis zum Tod. So befinden sich z.B. laut österreichischem Innenministerium im Moment ein Drittel der in Schubhaft Gefangenen in Hungerstreik.

Erst am 14. September 2009 starb Ganganpreet Singh nach vier Wochen Hungerstreik – aber er ist kein Einzelfall. Semira Adamu, Osamuyia Aikpitanhi, Marcus Omofuma… sind nur einige der Menschen, die ihren Widerstand mit dem Leben bezahlen mussten. Die unzähligen Menschen, die bereits auf dem Weg nach Europa zusammengepfercht in Transportern erstickt oder beim Überqueren des Meeres ertrunken sind, tauchen, wenn überhaupt, dann nur als Randnotiz in den Tageszeitungen auf.

Widerstand beginnt nicht erst in der Schubhaft, sondern bereits an den Außengrenzen Europas. Hier kämpfen tagtäglich Menschen mit ihren Körpern, mit ihrem Dasein gegen den globalen Rassismus von kapitalistischen Nationalstaaten an und versuchen diese Grenzen zu überwinden. In Solidarität mit allen täglich unmittelbar gegen das Grenzregime kämpfenden ist für die sofortige Abschaffung der Schubhaft und Abschiebung, als eine der rassistischen Maßnahmen, zu kämpfen. Mit einem bunten, lauten und entschlossenen Aktionstag an einer der zentralen Stellen des österreichischen Abschiebesystems soll ein klares Zeichen gesetzt werden.

Überlegt euch Aktionen.
Seid kreativ.
Bildet Bezugsgruppen und Banden.
Kommt in touristischem Outfit.

Schubhaft abschaffen!
Abschiebung abschaffen!
Bleibe- und Bewegungsfreiheit für alle!
Jetzt sofort!

Aktionstag am Fr. 23. Oktober 2009, 13 Uhr in und um das Flughafengelände Schwechat.