praktische Infos

hin- und zurückkommen 

Wenn du unauffällig zum Flughafen kommen möchtest, ist es wohl sinnvoll wenn du dich möglichst „touristisch“ (also vielleicht mit Koffer oder Rucksack) kleidest und in einer nicht allzu großen Gruppe hinfährst. Abspielen wird sich der Aktionstag am und um den Flughafen (wobei da natürlich auch die s-bahn schon dazu zählen kann).
Es gibt auch Gruppen, die vor Ort Anlaufstellen organisieren – mit Vokü und wahrscheinlich Tee.

Es gibt die Möglichkeit mit Bus, Auto, Cat oder S-Bahn zum Flughafen zu kommen.
Das billigste Ticket gibts um 3,60€ (bzw. 1,80 mit ÖBB-Vorteilscard, oder ab Stadtgrenze) für die S-Bahn. Die Fahrt dauert ca. 25Minuten.
Von Wien Mitte/ Landstraße aus gelten folgende Abfahrtszeiten für die S7: 9:17, 9:47, 10:17, 10:47, 11:17, 11:47, 12:17, 12:47, 13:17, 13:47, 14:17, 14:47, 14:56, 15:17, 15:47, 15:56, 16:17, 16:47, 16:56, 17:17, 17:47, 17:56, 18:17, 18:47, 18:56, 19:17, 19:47, 20:17, 20:47,….
Vom Flughafen aus, fahren S-Bahnen jeweils um xx:18 und xx:41 Richtung Wien.

Hier gibts noch mehr Infos zu Bussen (eine Fahrt 6€) Richtung Schwedenplatz, Südbahnhof/Westbahnhof,Kagran,
Mödling und Baden.

Leute die gern in der Gruppe anreisen wollen, können sich um 12:30 bei der S-Bahn-Haltestelle Landstraße treffen, und gemeinsam die S7 um 12:47 nehmen.

Leute die gern als critical mass mit dem Fahrrad zum Flughafen fahren möchten, treffen sich um 11:30 am
Schwarzenbergplatz.

Rechtshilfe 
Für den Ernstfall: 0650/3416872 – meld dich wenn du eine festnahme beobachtest oder selbst festgenommen wirst!
Die Nummer wird ab 8uhr morgens besetzt sein.
Mehr Rechtshilfe-Infos gibts hier und wirds auch vor Ort geben – watch out!

Indymedia-Infocenter 
0650-4853212
Hier kannst du anrufen, wenn du Neuigkeiten darüber hast, was sich gerade so tut und auch, wenn du das wissen
möchtest. Einen aktuellen Newsticker wirds außerdem auch vor Ort und auf at.indymedia.org geben.

Bezugsgruppen 
Weil Kommunikation und Info-Weitergabe am Aktionstag wohl eine Herausforderung wird und Bezugsgruppen sowieso oft viel Sinn machen, hier noch ein reader dazu. Bildet Banden!

*italian, french and turkish version below* 

Aufruftext

Vom Flughafen Wien-Schwechat werden fast täglich Menschen gegen ihren Willen abgeschoben. Das Recht jeder einzelnen Person, dort zu leben wo sie_er mag, wird systematisch mit Füßen getreten.

Die rassistische Logik, dass Menschen mit bestimmten Pässen an bestimmten Orten privilegiert und andere Menschen kriminalisiert werden, hat System. Menschen, die oft größte Gefahren, körperliche Strapazen und finanzielle Ausbeutung in Kauf nehmen um vor Krieg, Armut, Hunger… zu flüchten, oder die einfach nur woanders leben wollen, werden als Illegalisierte ohne Zugang zu rechtlichem Schutz, Gesundheitsversorgung, Bildung etc. ausgebeutet. Oft warten sie jahrelang unter prekärsten Bedingungen auf eine Aufenthaltsgenehmigung um dann verhaftet, in Schubhaft genommen und abgeschoben zu werden. Viele wehren sich gegen die Abschiebung – manche bis zum Tod. So befinden sich z.B. laut österreichischem Innenministerium im Moment ein Drittel der in Schubhaft Gefangenen in Hungerstreik.

Erst am 14. September 2009 starb Ganganpreet Singh nach vier Wochen Hungerstreik – aber er ist kein Einzelfall. Semira Adamu, Osamuyia Aikpitanhi, Marcus Omofuma… sind nur einige der Menschen, die ihren Widerstand mit dem Leben bezahlen mussten. Die unzähligen Menschen, die bereits auf dem Weg nach Europa zusammengepfercht in Transportern erstickt oder beim Überqueren des Meeres ertrunken sind, tauchen, wenn überhaupt, dann nur als Randnotiz in den Tageszeitungen auf.

Widerstand beginnt nicht erst in der Schubhaft, sondern bereits an den Außengrenzen Europas. Hier kämpfen tagtäglich Menschen mit ihren Körpern, mit ihrem Dasein gegen den globalen Rassismus von kapitalistischen Nationalstaaten an und versuchen diese Grenzen zu überwinden. In Solidarität mit allen täglich unmittelbar gegen das Grenzregime kämpfenden ist für die sofortige Abschaffung der Schubhaft und Abschiebung, als eine der rassistischen Maßnahmen, zu kämpfen. Mit einem bunten, lauten und entschlossenen Aktionstag an einer der zentralen Stellen des österreichischen Abschiebesystems soll ein klares Zeichen gesetzt werden.

Überlegt euch Aktionen.
Seid kreativ.
Bildet Bezugsgruppen und Banden.
Kommt in touristischem Outfit.

Schubhaft abschaffen!
Abschiebung abschaffen!
Bleibe- und Bewegungsfreiheit für alle!
Jetzt sofort!

Aktionstag am Fr. 23. Oktober 2009, 13 Uhr in und um das Flughafengelände Schwechat.

Barrierefrei? 

Wir vermuten, dass die meisten Aktionen für Rollstuhlfahrer_innen zugänglich sein wird, schließlich sollten der Flughafen (und seine Toiletten) barrierefrei zugänglich sein. Für die S-Bahn ist leider eine Voranmeldung unter +43 (0) 5 1717 nötig. Für einzelne Personen können wir vermutlich Autoplätze organisieren. Falls du dazu noch Fragen hast, schreib uns einfach.

Richiesta d‘azione

Quasi ogni giorno vengono deportate persone dall‘aeroporto di Vienna. Il diritto di ciascuna persona di vivere dove lei/lui vuole viene violato sistematicamente.

La logica razzista dietro alla discriminazione razziale basata sul possesso del giusto passaporto criminalizzandone altri, é sistematica. Quasi sempre le persone che hanno affrontato rischi seri, torture fisiche e sfruttamenti finanziari pur di sfuggire a guerre, povertà, fame, … o che semplicemente vogliono vivere altrove, sono trattate come illegali e vengono sistematicamente sfruttate, non hanno accesso ad alcun tipo di educazione, assistenza sanitaria, tutela legale, etc. Spesso aspettano anni in condizioni precarie per avere un permesso di soggiorno, per poi essere arrestate, mandate nei campi di detenzione pre-espatrio e successivamente deportate. Tante si oppongono all‘ espatrio forzato – qualcuno rischiando addirittura la vita. Secondo il Ministero degli interni in questo momento per esempio un terzo di tutti i prigionieri nei campi di detenzione pre-espatrio sta facendo lo sciopero della fame.

Era il 14 settembre 2009 quando Ganganpreet Singh morì dopo quattro settimane di sciopero della fame – ma non è stato l´unico. Semira Adamu, Osamuyia Aikpitanhi, Marcus Omofuma… sono solo alcune delle persone che hanno pagato la resistenza con la morte. Le innumerevoli persone morte soffocate viaggiando stipate nei Camion verso l‘EUropa o affogate in mare durante il tentativo di raggiungere una nuova vita, non vengono neanche più nominate in Austria, tranne – forse – in alcuni giornali in trafiletti secondari.

La resistenza inizia giá alle frontiere esterne dell‘EUropa, non solo nei campi di detenzione pre-espatrio. Qui il razzismo globale degli stati nazionali capitalisti, viene combattuto ogni giorno da persone che usano i loro corpi e le loro esistenze, per oltrepassare questi confini.
Solidali con tutti quelli che giornalmente combattono il regime di confine, bisogna lottare per l‘immediata abolizione delle misure di detenzione e deportazione.
Dobbiamo mandare un segale forte e chiaro, con una giornata d‘azione colorata, chiassosa e decisa in un luogo centrale per il sistema di deportazione austriaco.

Pensate ad azioni.
Siate creativi.
Formate gruppi di riferimento.
Vestitevi come turisti.

Aboliamo la detenzione!
Aboliamo la deportazione!
Libertà di residenza e di movimento per tutte/i!
Immediatamente!

Giornata d‘azione: venerdì 23 ottobre alle 13:00 dentro e intorno all‘aeroporto Internazionale di Vienna ( Schwechat).

journée d‘action

À l´aéroport de Vienne, des personnes se font régulièrement éxpulser
contre leur volonté. Le droit de l´homme de pouvoir vivre où l´on le
souhaite est systématiquement violé.

Ces actes s´inscrivent dans une logique raciste, seul l´origine des
personnes décide sur leur sort. Les personnes ne possédant pas le
« bon » passeport, sont font automatiquement discriminer et criminaliser
par les autorités publiques.

Les personnes fuyant la guerre, la pauvreté, la famine, l´exploitation
financière, des menaces mortels ou qui veulent tout simplement vivre
dans ce pays, se voit refuser l´accès aux soins, la protection juridique
et la possibilité de formation.

Souvent, ils/elles attendent des années pour obtenir un titre de séjour
ou une autorisation de travail. Et tous ca pour quel fin? Pour se
retrouver enfermer en prison et reconduit á la frontière?

Certains réfugiées résistent a ces pratiques cruels, défois ils/elles
vont jusqu´á la mort.

D´après la ministre autrichienne de l´intérieure, aujourd´hui un tiers
des réfugiés en situation irrégulière, actuellement en garde-à-vue font
la grève de la faim.

Le 14 septembre dernier, Ganganpreet Singh est mort, après quatre
semaine de grève de la faim. Il n´en est pas le seul.

Semira Adamu, Osamuyia Aikpitanhi et Marcus Omofuma ont également du
payer leur lutte avec la mort.

Les innombrables cas de personnes mort en route pour l´Europe, étouffé
dans des containers ou noyé en traversant la Méditerranée, sont rarement
évoqué dans les informations.

La résistance commence déjà a la frontière extérieure de l’UE. Ici
chaque jour des milliers de personnes luttent contre le racisme global
des État nationaux capitaliste, et essaient de vaincre cette frontière.
En solidarité avec ceux qui combattent tous les jours directement ces
régimes-frontière, il faut lutter pur l’abolition de la garde-à-vue et
de la déportation.

Avec un proteste bariolé, bruyant et résolu, à un endroit central pour
le system Autrichien de déportation, nous voulions faire un signe contre
ce système.

23.10.2009’ deki eyleme cağrı!

Viyana Schwechat havaalanından yaklaşık her gün insanları, istemedikleri
halde kactıkları ülkelere geri gönderiyorlar. Her insanın, istedigi
yerde kalma hakkı, bu ırkçı metotla yok ediliyor.

Özel pasaportlu olan insanların belirli yerlerde avantajlı olmaları ve
aynı zamanda diğerlerin zarar görmeleri ırkçı bir lojik ve sistemdir.

Savaş’tan, açlık’tan, fakirlik’ten… zor ve tehlike altında kaçan
insanlar hukuksal koruma, sağlikla ilgili yardım ve eğitim göremiyorlar.
O insanlar illegal ve kanuna aykırı bir duruma gelip sömürülüyorlar.

Çoğu zaman senelerce oturma izini bekleyip sonunda tutuklanıp ve
kaçtıkları ülkelere geri gönderiyorlar. O insanların çoğu kendilerini
savunuyorlar – bazıları ölene kadar.

Avusturyanın İçişleri Bakanlığınin acıklamasına göre şu an ütçe bir
gönderilecek olan hapsedilmis kişi açlık grevindedir.

14. eylül 2009 da Ganganpreet Singh dört hafta açlık grevinde yaşamını
yitirdi. Ama o tek değil! Semira Adamu, Osamuyia Aikpitanhi, Marcus
Omofuma,… direndiklerinden dolayı hayatlarını kayıp edenlerden sadece
bir kaç insanlardır. Avrupa’ya kaçmaya çalışırken, kamyonlarda ezilen ve
boğulanların, denizi geçerken boğulanların insanlarin sayısı yüksektir.

Direnmek hapishane’de değil, Avrupanın dış sınırlarında başlıyor.
Insanlar her gün ölümü göze alarak global ırkçiliğa karşı mücadele
ediyorlar.

Sesli, renkli ve kesin kararlı bir eylem günü’ile biz bütün
sınır-rejim’e karşı şavaşan insanlara dayanışma ve beraberlik
göstermeliyiz.

Eylemler düşünün.

Fantezi kullanın.

Çete ve örtü kurun.

Turist olarak gelin.

Gözaltı süresi kalksın!
Geri gönderme kalksin!
Hareket özgürlüğü için sınırlar kalksın!