Wir scheißen auf „Integration“ – Bleibefreiheit für alle, überall!

Flyer_Cover
Wir scheißen auf „Integration“ – Bleibefreiheit für alle, überall!

Unsere Solidarität muss allen politischen Verfolgten, allen Illegalisierten, allen Ausgebeuteten, allen Abenteuer_innen gelten

– unabhängig von Integration, denn wer bestimmt was „Integration“ – Sprache, Kultur oder Liebe – bedeutet?
…unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Religionszugehörigkeit und Herkunft!

Menschen sollen nicht abgeschoben werden, das ist klar. Abschiebungen sind nicht gerechtfertigt, und beziehen sich nicht auf

den Grad der „Integration“ der von Abschiebung bedrohten Menschen, sondern verweisen auf die grundlegend menschenunwürdige

Praxis der sogenannten Fremdengesetze.

Die Unterscheidung zwischen „integriert“ und „nicht integriert“, bestätigt somit nur die rassistische Politik der

Nationalstaaten. Diese ist nicht nur nicht haltbar, weil das Gesetz keine Ausnahme macht, sondern weil wir alle Ausnahmen sind!

Jeder Fall ist ein Einzelfall!

Freiwillige Ausreise?

Der Familie Z. wurde das Aufenthaltsrecht abgesprochen, die Abschiebung angedroht. Über die Medien wurde verkündet: Sie gehen

freiwillig. Was soll daran freiwillig sein? Wenn die einzige Alternative zur „freiwilligen Ausreise/freiwilligen Rückkehr „

Verhaftung und infolgedessen Abschiebung sind?

Ohne Abschiebung – keine freiwillige Ausreise.

Migrant_innen werden oft in prekäre Lebensbedingungen gedrängt, permanent schikaniert, diskriminiert, ausgegrenzt –

grundlegende Rechte abgesprochen. Ihnen werden Gebietsbeschränkung während des Zulassungsverfahrens zum Asylverfahren

vorgeschrieben und Behörden erklären sich in Asylverfahren für „Nicht-Zuständig“.
Die Unterbringung weitab von größeren Städten und die dadurch entstehende Isolation sowie ständige rassistische Kontrollen

durch die Fremdenpolizei und die regelmäßige Meldepflicht verunmöglichen die Bewegungsfreiheit und verfestigen die Strukturen.

NO BORDERS, NO NATIONS – STOP DEPORTATIONS!
Für uneingeschränkte Bleibe- und Bewegungsfreiheit für Alle! Sofort!
Genug ist‘s schon lange! Weg mit Staat, Patriarchat, Nation, Kapital!

Frauen, die aufgrund von sexualisierter Gewalt verfolgt werden, müssen ihren Lebensort frei wählen können. Durch das Verbot von

Erwerbsarbeit wird ihnen und Menschen jeder biologischer und sozialer Identität ein selbständiges Aufkommen für den

Lebensunterhalt unmöglich gemacht, illegalisierte Arbeit aufgezwungen – Migrant_innen werden strukturell „kriminalisiert“ oder

in prekären Lohnarbeitsverhältnissen ausgebeutet.

Herrschaftsstrukturen werden durch Lohnarbeit legitimiert und gefestigt. Wir fordern die Abschaffung von kapitalistischer

Lohnarbeit, unter dessen Hand bestimmt wird, wer wann wo leben und arbeiten darf.

Abschaffung der Einteilung von Menschen in Staatsbürger*innen, Migrant*innen und anderen diskriminierenden Etiketten – Wir

bewegen uns alle, ständig…
Weg mit dem sogenannten Fremdenrecht! Für die Überwindung von Nationalstaaten!

Wir positionieren uns gegen staatlich – strukturellen Rassismus, Sexismus und Nationalismus. Diese bringen unter anderem Zwang

und die Anwendung von Gewalt im Alltag, sowie Brutalität bei der Durchführung von Amtshandlungen mit sich. Den ausführenden

Beamt_innen eröffnen sich schier unendliche Möglichkeiten zur Demütigung und Misshandlung von illegalisierten Menschen.

Schweigen, Zuschauen, Ausführen – Alle, die sich daran beteiligen, unterstützen die alltägliche rassistische Praxis.

Viele Menschen führen einen überlebensnotwendigen Kampf mit dem Ziel: Hier zu bleiben. Unterstützen wir sie dabei.
SOLIDARITÄT KENNT KEINE GRENZEN, WIR KÄMPFEN BIS DIE LETZTE GRENZE FÄLLT!

https://at.indymedia.org
http://no-racism.net
http://stopdeportation.blogsport.de

15.Juni, ab19Uhr, Amleringhaus, großer Saal – offenes „Abschiebung Abschaffen“ treffen

15.Juni, ab19Uhr, Amleringhaus, großer Saal – offenes „Abschiebung Abschaffen“ treffen
Amleringhaus, Stiftgasse 8, 1070Wien

Autausch, Vernetzung, Diskussion, längerfristige Planung antirassistischer Arbeit, Informationsaustausch, Öffentlichkeitsarbeit und mehr…

Bericht von Aktionswoche gegen Deportationsmaschinerie in Wien .

Bericht von Aktionswoche gegen Deportationsmaschinerie in Wien

Im Rahmen einer europaweiten Aktionswoche fanden in Wien am 3. und 4. Juni 2010 eine Demonstration gegen Abschiebung und ein grenzenloses Straßenfest statt.

Für Freitag, den 4. Juni wurde im Zuge der :: antirassistischen Aktionstage in Wien für 17 Uhr beim Reumannplatz zu einer Demonstration gegen Abschiebung und Rassismus aufgerufen. Von 17 bis 18 Uhr sammelten sich etwa 50 Aktivist*innen beim Reumannplatz, die Polizei war mit mehreren Polizeibussen (etwa 4-6) bereits vor Ort und gab nach einer Stunde die Suche nach Verantwortlichen auf. Es wurde vor Ort einiges an Informationsmaterial zu Antirassismus, Abschiebungen und dem rassistischen Normalzustand in Österreich und darüber hinaus aufgelegt, viele Passant_innen zeigten sich daran interessiert. Spontan wurden drei Transparente mit Sprüchen wie „No Border, No Nation – Stop Deportation“ angefertigt. Gegen 18 Uhr setzte sich der Demozug in Bewegung. Die Demoroute führte vom Reumannplatz über Laxenburgerstraße, Gudrunstraße, Reinprechtsdorferstraße, durch geschlungen auf die Mariahilferstraße und den Gürtel und endete beim Urban-Loritzplatz.

Während der Demonstration wurden immer wieder Sprüche gerufen wie „No Border, No Nation, Stop Deportation – No Nation, No Border, Fight Law and Order“, „Abschiebung ist Folter – Abschiebung ist Mord“, „Olla La, Olle Le, Solidarité avec les sans papiers“, „Schick ma die Fekter doch einmal in Schubhaft, schau ma dann a moi ob sie immer no so lacht“, „Leute lasst das Shoppen sein, reiht euch in der Demo ein“ …

Außerdem wurden sehr viele Flyer mit antirassistischen Inhalten und gegen Abschiebung verteilt. Auffallend war die positive Resonanz der Passant*innen am Straßenrand und der aus den Fenster guckenden Menschen. Die Demo endete ohne Polizeistress (außer deren verhältnismäßig massiven Anwesenheit) gegen 20 Uhr am Urban-Loritz-Platz.

Schade war die geringe Teilnahme, vor allem weil am Vortag beim Straßenfest am Meiselmarkt den ganzen Tag über viele Menschen gemeinsam dafür sorgten, dass das Straßenfest als äußerst gelungen betrachtet werden kann. Am Meiselmarkt wurde gegen 12 Uhr die Volxküche angestartet, viele Jugendliche_Kinder aus der umliegenden Wohngegend kamen um zu malen und die Ergebnisse an einer Litfasssäule den Passant_innen sichtbar zu machen. Außerdem gab es ein Spiel, bei dem alle Anwesenden dazu aufgefordert wurden, sich blaue Punkte (sicherer Aufenthaltsstatus in Österreich) oder rote Punkte (unsicherer Aufenthaltsstatus in Österreich) aufzukleben. Dies sorgte für Diskussionsstoff untereinander… Schließlich wurde zu einer spontanen Kundgebung unter dem Motto „Weg mit den Punkten“ aufgerufen. Untermalt von vielen Musikinstrumenten der „Rythms of Resistance“-Gruppe, wo viele Jugendliche_Kinder kräftig mitmischten…

Später am Abend gab es ein Gitarrenkonzert mit einer kurzen Gasteinlage eines Rappers, sowie lautstarke Beschallung des Meiselmarktes durch eine Musikanlage, deren Strom aktiv solidarisch von einer Imbissstube am Platz gespeist worden war. Die Stimmung war gut und viele vorbei kommende Menschen nahmen davon Notiz, verweilten, informierten sich beim anwesenden Informationsstand über Antirassistisches und fanden es durchwegs super! Gegen 22 Uhr wurde unter mithilfe vieler duzender Menschen die Volxküche und alles andere abgebaut, kritisch beäugt von der Polizei, die sich an diesem Tag sehr zurückhielt und nur mit einem Polizeiwagen und einem sehr kommunikativen Polizisten (u.a. hatten die Kids Spass mit seiner Kappe :-) vor Ort war.

Artikel bearbeitet übernommen von :: at.indymedia.org, 09. Jun 2010.

Anti-racist Action Days

Everyday people are being deported – worldwide. They live in a sate of constant uncertainty – not knowing if they can move, if they are allowed to stay. Day to day asylum seekers who run away from poverty, war, violence and political prosecution are denied the most basic human rights.

They are being criminalized, discriminated against and marginalized in order to legitimatize the racist and violent deportation machine to maintain the illusion of national borders. These are all well-know facts. Deportations are criticized fro some time now. Meanwhile besides multinational scrutiny companies (SERCO, G45) agencies like Frontex keep on working on implementing deportations in the most efficient way. Now more than ever, we are not willing to tolerate this daily routine.

In order not only to express our rejection towards the asylum politics, but also to transgress and subvert borders let us get together for anti-racist-anti-deportation-for-free-movement street festivity and demonstration where people can meet and exchange experiences. A world of free movement is possible.

Thursday 3rd of June 2010, 15:00-22:00
Grenzenloses Straßenfest, Leopold-Mistinger-Platz (beim Meiselmarkt, U3 Johnstraße) 1150 Vienna
Programm: Infotable, street musicians, VoKü, Theater groups, crafting & makeup, chill out areas and many more…

Friday 4th of June 2010, 17:00
Massive Antir-racist demonstration; Meeting point: Reumannplatz (1110 Vienna, U1 Reumannplatz);
Route: Favortienstraße, Laxenburgerstraße, Gudrunstraße, Mazleinsdorfer Platz, Magarentgürtel, Wienergürtel, Gumpendorfergürtel. Neubaugürtel, destination point: Urban Loritz Platz;

„Gemachte Differenz“ – Kontinuitäten biologischer „Rasse“-Konzepte

Buchvorstellung und Diskussion mit einigen von der Berliner AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften

Donnerstag, 25.3. um 19:30 – W23, Wipplingerstraße 23 (stiege halb runter), 1010 Wien, http://wipplinger23.blogspot.com
eintritt frei

Das Konzept der „Rasse“ wird seit einigen Jahren in den Biowissenschaften wieder vermehrt verwendet. Dies geschieht trotz und gegen die unzähligen Kritiken, die einen Bezug auf den Begriff eigentlich ausschließen sollten. Mehr noch: der Boom der Genetik hat neue Formen der biologischen Unterscheidung von Menschen entlang von „Rasse“ produziert. Auch wenn die Sozialwissenschaften darauf verweisen, dass rassifzierte Unterschiede immer häufger mit „kulturellen Differenzen“ begründet werden, sind gleichzeitig biologische „Rasse“-Modelle weiterhin virulent. Dies macht eine kritische Analyse und Diskussion dazu dringend notwendig.

Die Autor_innen von „Gemachte Differenz“ beschäftigen sich mit wissenschaftlichen „Rasse“-Konzepten in ihrer historischen Entwicklung vom Kolonialismus bis in die Gegenwart. Sie untersuchen die Konjunktur rassistischer Forschungsprojekte in den heutigen Biowissenschaften sowie die wissenschaftliche Herstellung dieser Konzepte. Wichtige Bezugspunkte sind dabei die sozialkonstruktivistische sowie postkoloniale Theorie, die kritische Weißseinsforschung, die feministische Naturwissenschaftskritik und Ansätze der Wissenschaftssoziologie. Der Band gibt damit einen Überblick über die Kritik an Kontinuität, Reetablierung und Modernisierung von „Rasse“ in den biowissenschaftlichen Disziplinen.

AG gegen Rassismus in den Lebenswissenschaften. 2009. Gemachte Differenz. Kontinuitäten biologischer „Rasse“-Konzepte. unrast Verlag
http://aggr.org

Flyer-Download: gemachte differenz

Organisiert von noborder vienna | noborder@lnxnt.org | http://stopdeportation.blogsport.de

Derzeit keine Treffen von NoBorderVienna

STOP DEPORTATION!

Wichtiger Hinweis: Derzeit finden keine Treffen von noborder vienna statt – wenn du uns kontaktieren möchtest schick uns bitte ein Mail – noborder[at]lnxnt.org

Jeden zweiten Dienstag finden um 19:30 die offenen Treffen von noborder vienna in der RosaLilaVilla, Linke Wienzeile 102, 1060 Wien, in den Räumen der Schwulenberatung (1.Stock) statt.
Die nächsten Termine: 16.2. und 2.3.2010 usw (im 2-Wochen-Abstand).

Im Moment sind wir grad beim Planen einer neuen Aktion oder eines neuen Projekts und beschäfitgen uns gerade mit Möglichkeiten gegen die allgegenwärtigen rassistischen (Polizei-)Kontrollen aktiv zu werden. Was es genau werden soll, wissen wir noch nicht.
Wir freuen uns über Leute, die mitmachen wollen!

Bisher sind wir eine lose mehrheits-österreichisch dominierte Gruppe. Uns ist bewusst, dass dies Einfluss auf unsere Arbeit hat, und wir wollen explizit auch people of colour, Schwarze Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund herzlich dazu einladen, bei Treffen vorbeizuschauen.

Wir fänden es gut, wenn Sprache kein Hinderungsgrund wäre bei der Gruppe mitzumachen und möchten gerne gemeinsam Möglichkeiten finden, Sprachbarrieren entgegenzuwirken.

Momentan treffen wir uns in einem Raum, der nur über Treppen zugänglich ist und keine Rollstuhlgerechte Toilette hat. Falls das ein Hindernis für dich darstellt, meld dich bitte. Wir würden uns freuen wenn du mitmachen möchtest und könnten vermutlich auch einen anderen, barrierefreieren Raum finden. hinkommen! mitmachen! weitersagen!

Kontakt:noborder@lnxnt.org, gpg-key schicken wir dir gerne.

Do, 5.11.: Protest gegen Charterabschiebung

Am Donnerstag 5.11. gibt es den bundesweiten Aktionstag „Freie Bildung für
Alle – vom Kindergarten bis zur Uni“.
Genau an diesem Tag soll wieder eine Charterabschiebung von Migrant_innen
nach Nigeria und Gambia stattfinden. Wiedereinmal sticht Österreich in
seiner Rolle als Drehscheibe in Europas mörderischem Abschiebesystem
hervor.

Zeigen wir denen die in der Schubhaft eingesperrt werden, dass es Leute
gibt die gegen dieses System der rassistischen Abschottungspolitik sind.

Kommt noch vor dem großen Sternmarsch zum Polizeianhaltezentrum Rossauer
Lände und protestiert mit uns gegen Abschiebungen.

Rassismus bekämpfen – auf der Straße, in Schule und Uni – überall!
Abschiebung Abschaffen!

14Uhr Kundgebung @ Rossauer Lände7-9. 1090 Wien
danach können wir gemeinsam zur den Bildungsprotesten gehen.

weitere infos:
ksa-solidarisiert.at
stopdeportation.blogsport.de
no-racism.net

Freie Bildung für Alle kann es nur geben wenn es Bewegungs- und
Bleibefreiheit für Alle gibt.

***bitte weiterleiten***Transparente mitnehmen***bitte weiterleiten***

Das Innenministerium hat bestätigt dass es am 5. oder 6. eine Charterabschiebung nach Nigeria und Gambia geben soll. Abgesehen davon wird aber wie immer alles geheim gehalten.
Leider haben wir noch keine genaueren Informationen zum Zeipunkt der Abschiebung. Die Kundgebung ist bis 23Uhr angemeldet. Ohren auf, vielleicht gibts bald noch mehr infos.

Auf jeden Fall soll es (im Rahmen des Aktionstages „Freie Bildung für Alle“) eine symbolische Kundgebung vor der Schubhaft geben in der vermutlich einige der Menschen die abgeschoben werden sollen, eingesperrt sind.

bilder vom aktionstag

feministische Transparente in der Ankunftshalle
antisexistische transpis

riesentranspi am parkhaus3
riesentranspi am parkhaus

Flughafen Wien-Schwechat ein Ort der Folter und des Mordes!

Flughafen Wien als Knotenpunkt einer rassistischen Abschiebepraxis angreifen

Noborder Vienna ruft für den 23. Oktober 2009 zum Aktionstag „Abschiebung abschaffen!“ am Flughafen Wien-Schwechat auf. „Wir sehen Abschiebungen als einen entscheidenden Teil eines rassistischen Systems der Abschottung“, sagt Margarete Nowaski von Noborder Vienna. „Flughäfen verbinden viele Menschen mit Urlaub und Freizeit. Tatsache ist allerdings, dass Flughäfen eine wichtige Rolle im österreichischen und europäischen Abschiebesystem einnehmen. Und Abschiebungen bedeuten immer Folter und Mord!“ Gegen Abschiebung soll mittels vielfältiger, kreativer Aktionen am und um das Gelände des Wiener Flughafens protestiert werden.
(mehr…)

Fr, 23.10.: Actionday „abolish deportation“ – Aktionstag „Abschiebung Abschaffen“

the day of action comes closer
On this side you can find information about preceding events , stuff for mobilisation (like poster, flyer, banner, myspace or twitter link), reports, and information about the actionday itself.

der Aktionstag kommt immer näher.
Hier findest du Infos zu Veranstaltungen im Vorfeld, Mobilisierungsmaterialien (Plakate, Flyer, Banner, Myspace, Twitter,..), Berichte und Infos zum Aktionstag(Anfahrt, Rechtshilfe, Infocenter,..) selbst.